Martin Riesen

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Name
Martin Riesen
Nationalität
suiSchweiz
Position
Goalie
Geburtsort
Chur, Schweiz
Aktuelle Mannschaft
EHC Arosa ehemalige Spieler
Ligen
Alle Ligen
Saisons
Alle Saisons
Geburtstag
8. Juni 1928
Alter
98

Spielerportrait

Martin Riesen gehörte zu den prägenden Schweizer Eishockeytorhütern der Nachkriegszeit und verkörperte eine Generation von Athleten, die den Sport mit Leidenschaft, Vielseitigkeit und bemerkenswerter körperlicher Robustheit prägten. Geboren 1926 in Chur, wuchs er in einer Umgebung auf, in der Bewegung und Wettbewerb zum Alltag gehörten. Schon früh zeigte sich, dass Riesen nicht nur ein talentierter Eishockeyspieler war, sondern ein Allroundsportler, der in verschiedensten Disziplinen zu überzeugen wusste. Diese breite sportliche Basis bildete später das Fundament für seine aussergewöhnliche Karriere zwischen den Pfosten.

Seinen Weg ins Spitzenhockey fand Riesen über den EHC Arosa, der in den frühen 1950er‑Jahren zu den dominierenden Kräften im Schweizer Eishockey aufstieg. In Arosa entwickelte er sich vom ambitionierten Nachwuchstorhüter zum verlässlichen Rückhalt einer Mannschaft, die über Jahre hinweg den Schweizer Meistertitel praktisch abonniert hatte. Riesen war ein Torhüter, der nicht durch spektakuläre Showeinlagen auffiel, sondern durch Ruhe, Übersicht und ein ausgeprägtes Gefühl für die richtige Position. Seine Reflexe galten als überdurchschnittlich, sein Stellungsspiel als vorbildlich. In einer Zeit, in der Torhüter noch ohne moderne Ausrüstung spielten, zeichnete ihn zudem eine bemerkenswerte Zähigkeit aus.

Nach mehreren erfolgreichen Jahren in Arosa wechselte Riesen zum HC Davos, wo er seine Karriere fortsetzte und zu einem der wichtigsten Spieler im Team wurde. Auch in Davos blieb er seiner Linie treu: ein Torhüter, der Stabilität ausstrahlte, der Spiele nicht durch Einzelaktionen entschied, sondern durch konstante, verlässliche Arbeit. Seine Präsenz im Tor gab der Mannschaft Sicherheit, und seine Erfahrung machte ihn zu einem wichtigen Orientierungspunkt für jüngere Spieler. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg blieb Riesen im Schweizer Spitzenhockey eine feste Grösse – eine aussergewöhnliche Karriere für einen Goalie seiner Zeit.

Auch international hinterliess Martin Riesen Spuren. Als Nationaltorhüter nahm er an Weltmeisterschaften teil und vertrat die Schweiz an den Olympischen Winterspielen. Sein Einsatz für die Nationalmannschaft war geprägt von derselben Hingabe, die ihn im Klubhockey auszeichnete: unaufgeregt, konzentriert, zuverlässig. Bemerkenswert war seine Vielseitigkeit, die über das Eishockey hinausging und ihn sogar zu einem kurzfristigen Einsatz im Bobsport führte – ein seltenes Beispiel für die sportliche Breite eines Athleten dieser Epoche.

Martin Riesen bleibt in der Erinnerung als Torhüter, der eine Ära prägte, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Er war ein Sportler, der durch Leistung sprach, nicht durch Worte. Seine Karriere steht exemplarisch für eine Zeit, in der Schweizer Eishockeygeschichte geschrieben wurde – und in der Persönlichkeiten wie Riesen den Grundstein für die Entwicklung des modernen Spiels legten. Sein Name bleibt untrennbar mit den Erfolgen des EHC Arosa und des HC Davos verbunden und mit dem Bild eines Torhüters, der durch Ruhe, Disziplin und sportliche Hingabe zu einem der bedeutendsten Schweizer Goalies seiner Generation wurde.