17 Jöri Mattli

#
17
Name
Jöri Mattli
Nationalität
suiSchweiz
Position
Sturm
Geburtsort
Arosa, Schweiz
Körpergrösse
174cm
Körpergewicht
68kg
Aktuelle Mannschaft
EHC Arosa ehemalige Spieler
Ligen
Alle Ligen
Saisons
Alle Saisons
Geburtstag
18. Oktober 1954
Alter
71

Spielerportrait

Georg «Jöri» Mattli war eine der schillerndsten Figuren des Schweizer Eishockeys – ein Flügelstürmer, dessen Eleganz, Tempo und Leichtigkeit auf dem Eis ihn zu einem Publikumsliebling machten. Geboren und aufgewachsen in Arosa, durchlief er die komplette Nachwuchsabteilung des EHC Arosa und debütierte bereits als 16‑Jähriger in der ersten Mannschaft. Sein Stil war unverkennbar: müheloses Gleiten, explosive Antritte und ein Torinstinkt, der ihn zu einem der gefährlichsten Angreifer seiner Generation machte.

Sein Übername «Pfeil von Arosa» war nicht übertrieben. Mattli war ein Spieler, der Spiele mit Einzelaktionen drehen konnte, der in grossen Momenten aufblühte und der mit seiner Art Eishockey zu spielen eine ganze Ära prägte. Zusammen mit den Gebrüdern Markus und Guido Lindemann bildete er eine der legendärsten Sturmlinien der Schweizer Hockeygeschichte – eine Linie, die Arosa in den frühen 1980er‑Jahren zu einem Meisterteam formte.

Mattli debütierte 1970 beim EHC Arosa und war sofort mehr als nur ein Talent. 1973 stieg er mit dem Club in die Nationalliga B auf, bevor er zwischen 1974 und 1976 zwei Saisons beim EHC Kloten absolvierte. 1977 kehrte er nach Arosa zurück – genau rechtzeitig für den nächsten grossen Schritt: den Aufstieg in die Nationalliga A.

Zwischen 1977 und 1985 war Mattli einer der zentralen Pfeiler des Aroser Erfolgs. Er gewann mit dem Club:

  • 2 Meistertitel: 1980, 1982
  • 2 Vizemeisterschaften: 1981, 1984
  • 1 Bronzeplatz: 1985

Seine Tore kamen oft in entscheidenden Momenten. Legendär ist sein klassischer Hattrick gegen Japan an der B‑Weltmeisterschaft 1981, erzielt in den Schlussminuten. Mattli war ein Spieler, der Verantwortung übernahm, wenn es zählte.

Nach dem freiwilligen Abstieg des EHC Arosa 1986 blieb Mattli dem Club noch eine Saison treu. 1987 beendete er seine Karriere. Seine Bilanz: 200 Tore in 366 NLA‑Spielen – eine Zahl, die seine Bedeutung eindrucksvoll unterstreicht.

Abseits des Eises war Mattli ein bodenständiger Mensch. Er arbeitete als Schreiner und später als selbständiger Landwirt in Langwies. Er war Vater von drei Kindern und Onkel des späteren Snowboard‑Olympiasiegers Gian Simmen.

Sein früher Tod am 26. August 1991, verursacht durch einen Herzinfarkt während der Arbeit auf einer Bergwiese bei Medergen, erschütterte die Schweizer Eishockeyszene tief. Mit nur 36 Jahren verlor der Sport einen seiner elegantesten und beliebtesten Spieler.

Doch sein Vermächtnis bleibt: Jöri Mattli war ein Spieler, der das Aroser Eishockey prägte wie nur wenige andere.
Ein Flügelstürmer, der mit Tempo, Herz und Stil eine ganze Generation begeisterte.