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- Name
- Werner Lohrer
- Nationalität
Schweiz- Position
- Verteidigung
- Geburtsort
- Arosa, Schweiz
- Aktuelle Mannschaft
- EHC Arosa ehemalige Spieler
- Ligen
- Alle Ligen
- Saisons
- Alle Saisons
- Geburtstag
- 4. März 1917
- Alter
- 109
Spielerportrait
Werner Lohrer, geboren am 4. März 1917 in Arosa, gehört zu den prägenden Figuren der frühen Schweizer Eishockeygeschichte. Aufgewachsen unmittelbar neben der Eisbahn am Obersee, fand er schon als Kind den Weg zum EHC Arosa, wo er gemeinsam mit seinen Brüdern Heini und Karl das Eishockeyspiel erlernte. Bereits als 16‑Jähriger debütierte er in der Saison 1933/34 in der ersten Mannschaft des Traditionsclubs – ein früher Hinweis auf sein aussergewöhnliches Talent und seine robuste Spielweise.
In den Anfangsjahren wurde Lohrer vorwiegend als Stürmer eingesetzt, doch nach seiner Rückkehr zum EHC Arosa im Jahr 1942 entwickelte er sich zu einem zuverlässigen und taktisch klugen Verteidiger. Seine defensive Stärke, sein Stellungsspiel
und seine Fähigkeit, dem Gegner im Fallen mit dem Stock die Scheibe wegzustechen, machten ihn zu einem unverwechselbaren Spieler seiner Zeit. In der Saison 1944/45 übernahm er sogar die Rolle des Spielertrainers, später amtete er als Mannschaftskapitän und war damit sowohl sportlich wie auch charakterlich ein zentraler Pfeiler des Teams.
Lohrer spielte in einer Ära, in der der legendäre Aroser Vettern‑ bzw. Waldeck‑Sturm mit Hans‑Martin Trepp sowie Gebi und Ueli Poltera das Schweizer Eishockey dominierte. Als Verteidiger agierte er häufig an deren Seite und bildete mit ihnen einen der stärksten Blöcke der damaligen Zeit. Seine Leistungen blieben auch dem Schweizer Verband nicht verborgen: Lohrer bestritt zahlreiche Länderspiele und war Teil jener Nationalmannschaft, die 1948 in Basel den historischen ersten Sieg einer europäischen Mannschaft gegen Kanada (8:5) errang.
Im selben Jahr nahm er an den Olympischen Winterspielen in St. Moritz teil, wo die Schweizer Auswahl die Bronzemedaille gewann – ein bis heute legendärer Erfolg. Neben Werner und Heini Lohrer standen damals weitere Bündner Brüderpaare im Kader: die Polteras, die Cattinis und die Dürsts. Diese aussergewöhnliche Teamchemie prägte den Charakter der Mannschaft und trug wesentlich zum Erfolg bei.
Auch auf Vereinsebene feierte Lohrer grosse Erfolge. Zwischen 1951 und 1953 gewann er mit dem EHC Arosa dreimal in Folge den Schweizer Meistertitel, bevor er 1953 seine aktive Karriere beendete. In den Folgejahren blieb er dem Sport verbunden, unter anderem als Schiedsrichter bei Freundschaftsspielen. Privat widmete er sich dem Curling, einer weiteren traditionsreichen Wintersportart des Schanfiggs.
Werner Lohrer verstarb 1991 in Arosa, wo er sein ganzes Leben verbracht hatte. Sein Grabstein auf dem Friedhof beim Bergkirchli erinnert bis heute an einen Spieler, der nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine prägende Figur des
EHC Arosa und des Schweizer Eishockeys war.
